KW202109

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Günstige Wertpapier-Depots: Weniger Kosten, mehr Rendite

Günstige Wertpapier-Depots: Weniger Kosten, mehr Rendite

Neue Depot-Anbieter mit wenig Kosten

Rund 2,7 Millionen Deutsche haben sich im vergangenen Jahr neu an Aktien herangetraut. Du auch? Jeder Siebte besitzt jetzt Aktien. Viele werden bei ihrer Hausbank angelegt haben, aber das ist oft viel zu teuer. Dabei sind die Kosten für Wertpapier-Depots zuletzt deutlich gesunken. Wir haben in unserem großen Finanztip-Vergleich 26 Banken und „Broker“ untersucht – und die günstigsten für Dich herausgepickt.

 

Neu dabei: Scalable Capital

Eine neue Finanztip-Empfehlung ist Scalable Capital*. Mit dem Preismodell Free Broker haben die Münchener ein rundum günstiges Depot aufgelegt. Der erste Sparplan ist immer kostenlos, jeder weitere kostet nur 99 Cent pro Ausführung. Auch für Einzelkäufe werden bloß 99 Cent berechnet. Zudem gibt es rund 600 ETFs komplett ohne Kaufkosten.

Scalable ist keine Bank, sondern ein spezialisierter Anbieter für Depots, ein sogenannter Broker. In den vergangenen Jahren sind viele dieser Spezialisten neu auf den Markt gekommen. Neben Scalable Capital empfehlen wir seit einem Jahr Smartbroker* und Trade Republic*.

Smartbroker bietet besonders viele Börsenplätze an – immer praktisch, falls es an turbulenten Handelstagen mal hakt an einer Börse.

Solche Schwierigkeiten hatte zuletzt Trade Republic, während der Spekulationwelle um die Gamestop-Aktie. Wir können das Depot trotzdem für die langfristige Geldanlage empfehlen: ETF-Sparpläne und gelegentliche Käufe lassen sich mit der übersichtlichen App einwandfrei ausführen.

 

ING wieder Empfehlung

Nach wie vor sind auch einige Banken empfehlenswert. Zurück in diesem Kreis ist die ING*. Der Grund: Ab April entfallen die Gebühren für sämtliche ETF-Sparpläne. Damit kann die ING auch preislich mit den Brokern mithalten.

Eher symbolisch ist dagegen die Option der ING, einen Sparplan schon dann einrichten zu können, wenn die Sparrate im Monat nur bei einem einzigen Euro liegt. Für einen langfristigen Vermögensaufbau sollten es schon ein paar Euro mehr sein. Andererseits: Um erst einmal Börsenluft zu schnuppern, ist ein kleines Investment ganz reizvoll. Aufstocken kannst Du schließlich jederzeit.

 

Weitere empfehlenswerte Banken

Viele wollen gerne die Bankgeschäfte aus einer Hand haben. Einige Direktbanken sind so günstig, dass wir sie empfehlen können. Die ING haben wir schon erwähnt, aber auch die Consorsbank*, die Comdirect* und die DKB haben klasse Angebote – darunter auch viele kostenlose oder gebührenreduzierte Sparpläne. Das ist gerade dann praktisch, wenn Du ohnehin schon ein Girokonto bei einer dieser Direktbanken hast.

 

Onvista immer noch gut, aber nicht mehr gut genug

Aus der Empfehlungsliste gestrichen haben wir dieses Jahr die Onvista Bank. Sie hat zwar nichts an ihrer günstigen Kostenstruktur geändert, ist aber im Vergleich zur Konkurrenz nicht mehr gut genug. Falls Du schon ein Depot bei Onvista hast und zufrieden bist, kannst Du aus unserer Sicht problemlos dort bleiben. Wenn wir tatsächlich von einer alten Empfehlung abraten müssen, dann sagen wir das hier im Newsletter, versprochen.

Alle Details und weitere Tipps zur Auswahl findest Du in unserem großen Ratgeber.

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Schnäppchen der Woche

Angebote, Rabatte & Deals: Was unsere Redaktion für Dich entdeckt hat.

Allnet-Flat: 11 GB für 11 Euro

Surfst Du mobil viel im Internet, hat sim·de derzeit ein gutes Angebot: Im O2-Netz bekommst Du eine Allnet-Flat mit 11 Gigabyte Datenvolumen (50 Mbit/s). Der Preis ist eine Schnapszahl: 11,11 Euro monatlich kostet Dich der Tarif „LTE All 8 + 3 GB“. Für die Rufnummer-Mitnahme gibt es fast 7 Euro dazu. Anschlusspreis: 20 Euro. Dafür kannst Du den Vertrag jederzeit mit einer Frist von drei Monaten kündigen.

Wichtig: Die teure Datenautomatik solltest Du abschalten. Das Angebot gilt bis Dienstag, 11 Uhr.

Allnet-Flat: 5 GB für 7 Euro

Benötigst Du nicht ganz so viel Datenvolumen, könnte diese Aktion bei handyvertrag·de etwas für Dich sein: Für 7 Euro im Monat bekommst Du 5 GB zum Surfen – ebenfalls im LTE-Netz (50 Mbit/s) von O2. Der Tarif „LTE All 3 + 2 GB“ umfasst eine Flatrate für Telefon und SMS in alle Netze. Der Tarif ist monatlich kündbar. Anschlusspreis 20 Euro.

Wichtig: Auch hier gibt es eine teure Datenautomatik – unbedingt abschalten. Und auch dieses Angebot endet Dienstag um 11 Uhr.

„Die Zeit“: Sechs Ausgaben für 6 Euro

Auf zeitschriftendeals·de gibt es mal wieder ein nettes Angebot für „Die Zeit“: Für 6 Euro kannst Du sechs Ausgaben der Wochenzeitung bestellen. Praktisch: Das Probeabo endet automatisch, Du musst nicht extra kündigen. Das Angebot gilt nur für Kunden, die „Die Zeit“ noch nicht dort bestellt haben. Bezahlt werden kann nur per Paypal.

 
Corona: weitere Öffnungen, neuer Fahrplan und Schnelltests

1. Corona: weitere Öffnungen, neuer Fahrplan und Schnelltests

Es gibt weitere Öffnungen, eine Notbremse und bald Schnelltests für alle. So lässt sich die Einigung zusammenfassen, die Bund und Länder am Mittwoch zur Corona-Pandemie getroffen haben. (Hier im Wortlaut.)

Private Treffen: Ab Montag sollen sich wieder fünf Personen aus zwei Haushalten privat treffen können. Kinder nicht mitgezählt, Paare gelten als ein Haushalt.

Öffnungen: Buchläden, Blumengeschäfte und Gartencenter sollen ab Montag bundesweit öffnen können. Fahrschulen dürfen öffnen, wie auch körpernahe Dienstleister, solange Masken getragen werden.

Weitere Öffnungen sind dort möglich, wo der Inzidenzwert niedrig bleibt. Dieser Wert beschreibt die Zahl der Neuinfektionen innerhalb einer Woche pro 100.000 Einwohner. Er wird regelmäßig vom Robert-Koch-Institut veröffentlicht. Bei einem Inzidenzwert unter 50 soll ab Montag in den Ländern auch der Einzelhandel unter Auflagen geöffnet werden können, sowie Museen, Galerien und Zoos. Andernfalls geht ein Besuch nur mit Terminbuchung.

Die Notbremse: Ab einer Inzidenz von 100 wird der Öffnungsschritt zurückgenommen. Bleibt die Inzidenz dagegen zwischen 50 und 100, sind ab 22. März weitere Öffnungsschritte auch für Theater, Konzerte und Außengastronomie angekündigt. Dabei sollen Schnelltests helfen.

Schnelltests für alle: Bürgerinnen und Bürgern sollen in Zukunft einmal die Woche einen kostenlosen Schnelltest in Testzentren oder Arztpraxen machen können. Mit der Test-Bescheinigung könnten am selben Tag Veranstaltungen besucht werden. Das soll schrittweise bis Anfang April umgesetzt werden. Außerdem soll in Schulen, Kitas und Firmen ab spätestens April einmal die Woche getestet werden.

Selbst schnelltesten: Wer sich selbst testen will, zum Beispiel vor einem Besuch bei der Familie, kann demnächst Tests in Apotheken, Drogerien und einigen Supermärkten kaufen. Die Tests kosten wahrscheinlich 5 bis 10 Euro pro Stück.

Wie immer liegt es letztlich an den Regierungen der Länder, die Beschlüsse im Detail umzusetzen. Angesichts der zurzeit eher steigenden Infektionszahlen ist völlig unklar, wie lange die Lockerungen durchgehalten werden können.

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Finanzaufsicht schließt Greensill Bank: Deine Einlage ist abgesichert

2. Finanzaufsicht schließt Greensill Bank: Deine Einlage ist abgesichert

Die Bankenaufsicht Bafin hat am Mittwoch die Bremer Greensill Bank für den Kundenverkehr geschlossen. Das heißt, Kunden können aktuell nicht auf ihr Guthaben zugreifen. Hintergrund: Der Mutterkonzern Greensill Capital steckt in finanziellen Schwierigkeiten. Die Bafin schreibt, sie ordne das sogenannte Moratorium an, um Vermögenswerte geordnet zu sichern.

Was ist, wenn Du Festgeld bei der Greensill Bank hast? Die Bank war im vorigen Jahr auch auf der Empfehlungsliste von Finanztip. Denn Sparern wurde ein guter Zins angeboten, geschützt von der soliden deutschen Einlagensicherung. Das ist eine zentrale Bedingung für unsere Empfehlungen.

Dank dieses Schutzes brauchst Du Dir keine Sorgen zu machen, falls Du ein Konto bei der Greensill Bank hast. Dein Guthaben bleibt sicher: Es ist bis mindestens 100.000 Euro pro Kunde von der gesetzlichen Einlagensicherung abgedeckt und bis 75 Millionen Euro pro Privatanleger vom freiwilligen Sicherungssystem der privaten Banken.

Sollte die Bank tatsächlich ihren Zahlungsverpflichtungen nicht mehr nachkommen können, würde die Bafin einschreiten und das Entschädigungsverfahren in Gang setzen. Über die Einlagensicherung würdest Du als Sparer innerhalb von sieben Arbeitstagen entschädigt. Du bräuchtest dafür keinen Antrag zu stellen.

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Corona-Podcast mit Hermann und Nina:

Auf Geldreise mit Anika und Anja:

Geld ganz einfach mit Saidi:

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Ab 2021: Steuern sparen mit Computer und Software

3. Ab 2021: Steuern sparen mit Computer und Software

Firmen und Arbeitnehmer dürfen künftig ihre Ausgaben rund um den beruflich genutzten Computerunbegrenzt undauf einen Schlag steuerlich absetzen. Das Bundesfinanzministerium hat die Abschreibungsregeln rückwirkend geändert. Schon für dieses Jahr gilt, dass die Abschreibungsdauer von Computern und Zubehör wie Drucker, Monitor oder Software einheitlich nur noch ein Jahr beträgt. Bislang konntest Du einen Computer nur dann sofort abschreiben, wenn er weniger als 800 Euro (plus Mehrwertsteuer) kostete.

Wenn Du also kommendes Jahr Deine Steu­er­er­klä­rung machst, kannst Du als Arbeitnehmer davon profitieren. Ein Beispiel: Du arbeitest im Homeoffice und kaufst dieses Jahr einen Laptop für 1.200 Euro. Dann kannst Du den gesamten Betrag als Werbungskosten in Deiner Steu­er­er­klä­rung 2021 ansetzen.

Bislang mussten die Kosten auf drei Jahre verteilt werden. Im Anschaffungsjahr musste sogar monatsgenau abgeschrieben werden. Nehmen wir an, Du hast Deinen Laptop schon im Juli 2020 gekauft. Dann kannst Du für die Steuer 2020 nach der alten Regel nur 200 Euro anteilig ansetzen. Die Rechnung geht so: Pro Jahr beträgt die Abschreibung 400 Euro (1.200 Euro geteilt durch 3 Jahre). Für ein halbes Jahr also 200 Euro.

Besonders praktisch: Die neue Abschreibungsregel gilt auch für Geräte, die Du schon vor 2021 gekauft hast. Bleiben wir beim Beispiel: Vom 2020 gekauften Laptop sind nur 200 Euro abgeschrieben, dann kannst Du die restlichen 1.000 Euro komplett bereits 2021 abschreiben. (Und nicht bloß 400 Euro.)

Beachte aber: Falls Du die Geräte auch privat nutzt, darfst Du in der Regel nur die Hälfte absetzen.

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Umfrage

Mit welchem Dienstleister hast Du schon gefeilscht?

Erzähl uns bitte, wie erfolgreich Du beim Verhandeln mit Deinen Anbietern warst. Wir zählen verschiedene Firmen aus allen wichtigen Branchen auf. Teil uns auch gern mit, was Dein größter Erfolg war – und wie Du dabei vorgegangen bist.

Die Auswertung veröffentlichen wir hier im Newsletter. Damit alle profitieren können.

 

Zur Abstimmung klicken Sie bitte auf den grünen Button.

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Teure Nummern: Welche Anrufe richtig ins Geld gehen

4. Teure Nummern: Welche Anrufe richtig ins Geld gehen

In Zeiten von Allnet-Flats sind die Tage vorbei, an denen Du peinlich genau auf die Dauer Deiner Telefongespräche achten musstest. Allerdings gibt es noch unzählige Sonderrufnummern und sogenannte Mehrwertdienste, die Dich sehr teuer zu stehen kommen können.

Unter einer 0800-Nummer erreichst Du innerhalb Deutschlands kostenlos die Kunden-Hotlines von Unternehmen. Nicht verwechseln solltest Du die Nummer mit der 0180. Hier teilen sich Anrufer und Angerufene die Kosten („Shared-Cost-Vorwahl“). Das ist vor allem übers Handy vergleichsweise teuer. Nutze bei Sonderrufnummern also besser das Festnetz.

Kostspielig wird es bei den „Mehrwert- und Premiumdiensten“: Bei diesen 0900-Nummern legt der Anbieter die Kosten fest. Die Gebühren können bei bis zu 3 Euro pro Minute oder 30 Euro pro Anruf liegen. Wichtig: Über zusätzliche Kosten, die durch das Telefonat entstehen, musst Du zu Beginn per Ansage informiert werden. Auch lange Warteschleifen müssen gebührenfrei sein.

Weil die 0900 so unbeliebt ist, weichen TV-Sender mit Gewinnspielen oder Quizfragen häufig auf die 0137-Nummern aus. Die wirken wie eine normale Vorwahl. Ganz fies: Auch Anrufversuche werden berechnet – und der Sender bekommt Geld. Oft schon einen Euro pro Anruf.

Willst Du auf Nummer sicher gehen, kannst Du Servicenummern von Deinem Anbieter sperren lassen – im Kundenbereich der Website oder bei der Hotline. Das ist besonders sinnvoll beim Handy Deines Kindes. Findest Du auf Deiner Telefonrechnung unerwartete Abbuchungen, reklamiere sie bei Deinem Telefonanbieter und melde sie der Bundesnetzagentur.

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Auch wichtig: Gewerbemiete senken, neu im Dax, Caritas-Pensionskassen

5. Auch wichtig: Gewerbemiete senken, neu im Dax, Caritas-Pensionskassen

+++ Vielen Ladenbesitzern ist durch den Lockdown der Umsatz eingebrochen, weil sie ihr Geschäft schließen mussten. Seit Jahresbeginn dürfen sie deshalb ihre Miete anpassen(Art. 240 § 7 EGBGB). Wie hoch die Minderung ausfallen darf, hat der Gesetzgeber offengelassen. In zwei aktuellen Urteilen vertreten die Gerichte dazu nun unterschiedliche Ansichten: Das OLG Dresden ist der Auffassung, Gewerbemieter und Vermieter sollen sich die Mietlast teilen. Anders urteilt das OLG Karlsruhe: Wer staatliche Hilfen wie Kurzarbeitergeld bekomme, dürfe seine Miete nicht mindern. Der Bundesgerichtshof wird in nächster Instanz beide Urteile überprüfen. +++

 

+++ Energietechnik statt Konsumgüter: Siemens Energy rückt in den Deutschen Aktienindex (Dax) auf und ersetzt dort Beiersdorf. Siemens Energy ist eine Abspaltung der Siemens AG, die ebenfalls im Dax gelistet ist. Die Änderung tritt am 22. März in Kraft. Wichtig sind solche Index-Änderungen für ETFs, die den Dax nachbilden. Diese Fonds schichten jetzt um. Wir bei Finanztip empfehlen Dir: Statt auf den Dax solltest Du bei ETFs auf einen Index setzen, der viel umfassender ist. Zum Beispiel der MSCI World mit insgesamt 1.600 Unternehmen, darunter auch mehr als 50 deutsche Unternehmen inklusive Siemens Energy und Beiersdorf. +++

 

+++ Klarstellung: Vergangene Woche haben wir berichtet über die gekürzten Betriebsrenten zweier Pensionskassen der Caritas: der „Pensionskasse der Caritas VVaG“ und der „Kölner Pensionskasse“. Dazu möchten wir ergänzen, dass die größte Pensionskasse der Caritas, die Kirchliche Zusatzversorgungskasse (KZVK), nicht betroffen ist. Da im beispielhaften Bild zum Beitrag ein Schild des Caritasverband Köln zu sehen war, gab es dort besorgte Nachfragen von Beschäftigten. Dieser Caritasverband arbeitet aber mit der KZVK zusammen.

Mehr noch: Die KZVK wurde ursprünglich aus dem Bestand der „Pensionskasse der Caritas“ gegründet, die damals noch einen anderen Namen trug. Aber selbst, wenn Du bei der „Pensionskasse der Caritas“ ursprünglich einen Vertrag hattest, Dein Träger allerdings Deinen Vertrag irgendwann einmal in die KZVK übergeleitet hat, bist du nicht von den Kürzungen betroffen. Die KZVK ist mit 1,3 Millionen Versicherten deutlich größer als die beiden Kassen in Schieflage. Die KZVK geriet übrigens 2016 aufgrund eines Milliarden-Defizits selbst in die Schlagzeilen. Durch eine 2019 beschlossene Sanierung konnte aber eine größere Schieflage abgewendet werden. +++

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Video der Woche
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Negativzinsen gibt es schon seit 10 Jahren! Warum negative Prozente nichts Neues sind, erklärt Saidi in diesem Video.

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Abgasskandal: Welche Prozesse noch laufen – und wer noch klagen kann

Abgasskandal: Welche Prozesse noch laufen – und wer noch klagen kann

Vor fünfeinhalb Jahren musste Volkswagen öffentlich zugeben, die behördliche Abgasmessung ausgetrickst zu haben: Die Autos funktionieren auf dem Prüfstand wie Musterschüler, auf der Straße aber stoßen sie ein Vielfaches der Grenzwerte aus. Über eine Viertelmillion Dieselfahrer wurden entschädigt, andere kämpfen noch. Auch gegen Hersteller wie BMW und Daimler.

Viele rechtliche Fragen sind geklärt, einige Ansprüche schon verjährt. Umstritten sind nach wie vor die „Thermo-Fenster“, die bei bestimmten Temperaturen die Abgasreinigung des Fahrzeugs ausschalten.

Wir ziehen eine kleine Bilanz: Welche Prozesse sind abgeschlossen und welche laufen weiterhin? Und wer sollte vielleicht noch die Chance nutzen zu klagen?

 

1. Musterklage gegen VW endete mit Vergleich

Um den Skandal juristisch leichter aufzuarbeiten, führte der Gesetzgeber 2018 die Mus­ter­fest­stel­lungs­kla­ge für Verbraucher ein. Der Verbraucherverband VZBV führte stellvertretend für viele VW-Besitzer den Prozess um den Betrugsmotor EA189. Das Verfahren endete im Februar 2020 mit einem Vergleich. Vorteil: Volkswagen zahlte an rund 245.000 Verbraucher Summen zwischen 1.350 und 6.257 Euro. Insgesamt flossen mehr als 750 Millionen Euro. Der Nachteil: Die rechtlichen Fragen blieben ungeklärt.

 

2. Ein Einzelkläger erreichte das Grundsatzurteil

Wer rechtschutzversichert war, konnte ohne Kostenrisiko selbst klagen. Bis vergangenen Oktober nahmen das über 290.000 Versicherte in Anspruch – die Streitwerte summieren sich auf 7 Milliarden Euro. Ein paar Fälle gelangten zum Bundesgerichtshof (BGH): Der entschied im Mai 2020 im Fall von Kläger Herbert Gilbert: Volkswagen muss Schadensersatz zahlen, darf für gefahrene Kilometer jedoch eine Nutzungsentschädigung abziehen (Az. VI ZR 252/19). Auf dieser Grundlage hat sich VW seitdem mit über 30.000 Klägern geeinigt.

 

3. Ausgang der Myright-Sammelklagen ungewiss

Wer sich der Myright-Sammelklagen angeschlossen hat, muss sich gedulden bis mindestens Ende 2022, da der Rechtsdienstleister auf ein Urteil des BGH warten muss. VW ist nicht zu Vergleichsgesprächen bereit, hält das Geschäftsmodell für unzulässig. Die Situation ist schwierig, da ein möglicher Schadensersatz mit jedem gefahrenen Kilometer weniger wird.

 

 

4. Urteil für Audi-Diesel steht bevor

Es gibt auch Audi-Modelle, in denen der Autobauer aus Ingolstadt den VW-Betrugsmotor EA 189 verbaut hat. Hier steht ein BGH-Urteil unmittelbar bevor. Allerdings erklärte der Vorsitzende Richter in der mündlichen Verhandlung vor einer Woche, er sehe keinen Nachweis, dass Audi selbst betrügerisch vorgegangen sei. Verkündet wird das Urteil kommende Woche (Az.VI ZR 505/19).

 

5. Prozesse gegen VW wegen anderer Motoren

Auch der Nachfolgemotor EA 288 steht im Verdacht, eine illegale Abschalttechnik einzusetzen: Rund 10.000 Diesel-Fahrer klagten einzeln, bislang fielen 1.600 Urteile – ganz überwiegend zugunsten von Volkswagen. Vereinzelt verliert der Konzern aber auch wie Anfang Februar vor dem Landgericht Karlsruhe. Das stellte eine vorsätzlich sittenwidrige Schädigung bei einem Skoda Yeti fest (Az. 9 O 93/20), das Urteil ist aber nicht rechtskräftig. Auch das Oberlandesgericht Köln verurteilte Volkswagen am 19. Februar 2021 zu Schadensersatz, weil der Hersteller im Motor EA 288 eine „prüfstandoptimierte Umschaltlogik“ eingebaut hat (Az. 19 U 151/20). Klarheit wird es erst nach einem BGH-Urteil geben.

 

Wie die Lage bei weiteren Audi-Motoren ist, wie bei Daimler und BMW und warum es gut ist, wenn Dein Auto vom Kraftfahrtbundesamt zurückgerufen wurde, liest Du hier in der Fortsetzung.

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Zahl der Woche

… junge Menschen (unter 30) entdeckten im vergangenen Jahr die Börse für sich. Das waren zwei Drittel mehr als noch im Jahr zuvor. Insgesamt besitzt jetzt jeder siebte Bundesbürger Aktien oder Aktienfonds/ETFs. (Quelle: Deutsches Aktieninstitut)

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Dienstag, 9. März, Hermann-Josef Tenhagen, MDR um 4
Mittwoch, 10. März, Hermann-Josef Tenhagen, HR M€X
Mittwoch, 10. März, Saidi Sulilatu, SWR aktuell
Freitag, 12. März, Hermann-Josef Tenhagen, radioeins
In den folgenden Tabellen haben wir für Euch unsere aktuellen Empfehlungen zusammengestellt. Diese enthalten Werbelinks, über die Du direkt zur Empfehlung gelangst – und für die Finanztip in manchen Fällen eine Vergütung erhält. Unsere Auswahl erfolgt rein redaktionell und zu 100 Prozent unabhängig.
Tagesgeld
Angebote mit Zinsgarantie (nur für neue Kunden)
Advanzia Bank
0,40 % p.a.
für 3 Monate, mind. 5.000 €
0,20 % p.a.
für 3 Monate
die besten regulären Angebote (für alle Kunden)
TF Bank
0,25 % p.a.
Advanzia Bank
0,25 % p.a.
(mind. 5.000 €)
0,23 % p.a.
Cosmosdirekt
0,21 % p.a.
(bis 25.000 €)
dauerhaft gute Angebote (seit mind. 12 Monaten gute Zinsen)
TF Bank
0,25 % p.a.
0,23 % p.a.
Leaseplan Bank
0,20 % p.a.
Festgeld
bis 12 Monate
0,55 % p.a.
Leaseplan Bank
0,55 % p.a.
Sberbank Direct
0,50 % p.a.
bis 24 Monate
0,65 % p.a.
Leaseplan Bank
0,65 % p.a.
0,60 % p.a.
0,60 % p.a.
Sberbank Direct
0,60 % p.a.
bis 36 Monate
0,75 % p.a.
Leaseplan Bank
0,75 % p.a.
Sberbank Direct
0,60 % p.a.
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Scalable Capital* (Free Broker)
Günstige Depots mit einem breitem Leistungsspektrum
DKB
Baufinanzierungs-Vermittler
Planethome
Stromtarif-Wechsel
Gastarif-Wechsel
Handytarife
Prepaid-Tarife
Lidl Connect Smart XS* (Vodafone-Netz)
Prepaid Basic von ja! Mobil – Rewe (Telekom-Netz)
Allnet-Flat
Blau Allnet L
Lidl Connect Smart S* (Vodafone-Netz)
Smart S von Norma Connect (Telekom-Netz)
Fluggastentschädigung
Rechtshelfer
SOS Flugverspätung
EUClaim
Claim Flights
Sofort-Entschädigung
EUFlight
Compensation2go
Riester-Fondssparplan
DWS Toprente (mit Rabatt)
Deka Zukunftsplan Classic
Uniprofirente Select (Fonds: Uniglobal II)
Makler BU-Versicherung
Buforum 24
Zeroprov
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Ob und in welcher Höhe uns ein Anbieter vergütet, hat keinerlei Einfluss auf unsere Empfehlungen. Was Dir unsere Experten empfehlen, hängt allein davon ab, ob ein Angebot gut für Verbraucher ist.

Mehr Informationen über unsere Arbeitsweise findest Du auf unserer Über-uns-Seite.