KW202111

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Versicherungen kann man nicht genug haben. Oder?

Versicherungen kann man nicht genug haben. Oder?

Diese Versicherungen brauchst Du nicht

Wer heute etwas kauft oder bucht, kriegt oft gleich eine Versicherung dazu angeboten, egal ob Waschmaschine, Handy oder Brille, ob Flug oder Bahnticket. Auch Versicherer, bei denen man schon ist, schicken gerne Werbebriefe – für Zahnversicherung, Unfallschutz und so weiter.
Tatsächlich geben wir immer mehr für Versicherungen aus: Rund 1.500 Euro sind es im Schnitt pro Jahr und Haushalt. Knapp 30 Prozent mehr als noch zehn Jahre zuvor, selbst wenn man die Inflation berücksichtigt. Da stellt sich natürlich die Frage: Brauchen wir überhaupt so viel Versicherung?

Hier unsere Antwort:

 

1. Diese Versicherungen nützen meist nur dem Anbieter

Fast zwei von drei Erwachsenen tragen eine Brille, sie zu versichern ist aber unnötig. Gern wird der Schutz im Paket mit anderen Versicherungen verkauft. Wenn die Brille kaputtgeht, ist der finanzielle Schaden vergleichsweise gering. Auf der anderen Seite ist die Erstattung oft auf einen jährlichen Höchstbetrag begrenzt. Lege lieber jeden Monat ein wenig Geld zur Seite – dann bist Du Deine eigene Versicherung.

Auch Handy-Versicherungen sind oft teuer. Sie erstatten meist nicht den Neupreis, sondern nur das, was das Handy vor dem Schaden noch wert war. Bring Dein kaputtes Smartphone besser zur Reparatur oder kauf Dir alternativ ein gebrauchtes Handy. Beides spart Geld und schont die Umwelt.

Wenig sinnvoll ist auch die Ausbildungsversicherung: Viele Großeltern schließen sie für die Enkel ab. Das ist zwar bequem, aber teuer – eine Mischung aus Versicherung und Geldanlage. Sterben die Einzahler, übernimmt die Versicherung deren monatlichen Beitrag. Der Sparanteil lohnt sich aber nur selten. Hohe Abschlusskosten und niedrige Zinsen reduzieren die Rendite. Besser, Du legst das Geld für Kinder und Enkel selbst an.

 

2. Diese Versicherungen leisten nicht, was sie versprechen

Einige Versicherer und Makler wecken falsche Erwartungen: Ein typisches Beispiel ist die Reisegepäckversicherung. Auf Reisen seine Reisedokumente oder Wertsachen zu verlieren, ist für viele eine Horrorvorstellung. Meist wird man bestohlen, etwa in Menschenmengen oder im Zug. Ausgerechnet bei Diebstahl berufen sich die Versicherungen aber gern auf „grobe Fahrlässigkeit“ und kürzen ihre Zahlung. Eine Gepäckversicherung ist daher nicht sinnvoll. Gegen Raub und Einbruch ins Hotelzimmer versichert Dich auch eine gute Hausratversicherung.

Ärgerlich ist auch die Restschuldversicherung. Sie soll helfen, wenn Du Deine Kreditraten nicht mehr zahlen kannst, zum Beispiel wegen Arbeitslosigkeit oder Krankheit. Doch die Versicherung ist sehr teuer – und springt viel zu oft gar nicht ein. Sie ist eher ein Zusatzgeschäft für die Bank.

Viele Menschen haben auch eine falsche Vorstellung von der privaten Unfallversicherung. Sie zahlt nur, wenn Du nach einem Unfall dauerhaft körperlich beeinträchtigt bist. Jedoch entsteht nur jede 50. Schwerbehinderung durch einen Unfall, viel häufiger ist eine Krankheit die Ursache. Daher lohnt sich die Versicherung oft nicht. Neuerdings werben Unfallversicherer für eine Absicherung gegen Impfschäden. Ein großer Unsinn: Die kommen absolut selten vor.

Welche Versicherungen dagegen notwendig und sinnvoll sind, liest Du in der Fortsetzung auf unserer Website.

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Schnäppchen der Woche

Angebote, Rabatte & Deals: Was unsere Redaktion für Dich entdeckt hat.

Kostenlose Arbeitsblätter für Grundschulkinder

Der renommierte Schulbuchverlag Mildenberger bietet gerade Arbeitsblätter für die Grundschule zum kostenlosen Download an. Und zwar in den Fächern Deutsch und Mathe bis Klasse 6. Wer also mit seinen Kindern noch etwas Unterricht aufholen muss (und wer muss das nicht?), der freut sich vielleicht darüber. Das Angebot stellt der Verlag nur bis Samstag bereit. Länger erhältlich sind die sogenannten Notfallpakete zum Lernen. Die stehen laut Verlag „während der gesamten Zeit der Schulschließungen zur Verfügung“.

 

Günstig ein Jahr „Brigitte“ lesen

Ob Mode, Gesundheit, Partnerschaft oder Psychologie – die Frauenzeitschrift „Brigitte“ deckt eine breite Palette an Themen ab. Beim Anbieter Zeitschriften & Co kostet ein Jahresabo gerade nur knapp 20 Euro statt der beim Verlag üblichen 96 Euro.

Wichtig: Kündige das Abo spätestens drei Monate vor Ablauf, sonst verlängert es sich um ein Jahr zum regulären Preis. Das geht per Mail an kuendigung@zeitschriftenundco.de. Gib dabei unbedingt die Kundennummer an.

„Auto, Motor und Sport“ im günstigen Jahresabo

Und noch ein interessantes Jahresabo: Zeitschriften & Co bietet gerade die Zeitschrift „Auto, Motor und Sport“ für rund 30 Euro statt etwa 120 Euro an.

Auch hier gilt: Kündige das Abo spätestens drei Monate vor Ablauf, sonst verlängert es sich um ein Jahr zum regulären Preis. Das geht einfach per Mail an kuendigung@zeitschriftenundco.de. Nenn dabei unbedingt Deine Kundennummer.

 

 
Osterurlaub: auf nach Mallorca?

1. Osterurlaub: auf nach Mallorca?

Es klingt verrückt: An Ostern dürfen wir nicht zum Sonnen und Surfen an die Ostsee fahren; aber nach Mallorca fliegen, das geht schon. Doch beide Regelungen für sich sind verständlich: Die Infektionszahlen auf Mallorca sind viel niedriger als an der deutschen Küste. So niedrig, dass das Auswärtige Amt seine Reisewarnung aufgehoben hat. Solange das so bleibt, müssen Urlauber nach ihrer Rückkehr weder einen Corona-Test machen, noch Quarantäne einhalten.

Ob es vernünftig ist, gerade jetzt zu verreisen, wo hierzulande die dritte Welle begonnen hat, steht auf einem anderen Blatt. Nach wie vor rät die Bundesregierung von nicht notwendigen Reisen ab. Ob Du trotzdem verreist, ist eine Entscheidung, die Du selbst treffen musst.

Immerhin gelten auf Mallorca strenge Corona-Regeln: Für die Einreise brauchst Du einen negativen PCR-Test, der nicht älter als 72 Stunden sein darf. Vor Ort musst Du auch im Freien eine Maske tragen, nur zum Essen und Trinken darfst Du sie abnehmen.

Kontakt mit Touristen aus Großbritannien wirst Du auf Mallorca nicht haben. Zumindest nicht an Ostern. Für die Briten gilt ein Urlaubsverbot – und nicht mal die Spanier selbst dürfen über die Ostertage vom Festland auf die Insel reisen. Reisenden aus anderen Ländern könntest Du aber durchaus begegnen.

Falls Du trotz allem reisen willst, dann kläre vor Abflug mit Deiner Aus­lands­kran­ken­ver­si­che­rung, ob sie Leistungen im Falle von Pandemien oder Reisewarnungen ausschließt. Mehr Infos zum Thema findest Du im Corona-Podcast.

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Kurzarbeit: Gib Deinen Urlaub nicht her

2. Kurzarbeit: Gib Deinen Urlaub nicht her

Erwerben Kurzarbeiter einen Urlaubsanspruch? Nicht, wenn sie in „Kurzarbeit Null“, also komplett freigestellt sind. Das jedenfalls entschied vor einer Woche das Landesarbeitsgericht Düsseldorf (Az. 6 Sa 824/20). Doch die Frage ist weiter umstritten. Die Gewerkschaften vertreten eine andere Meinung: Das Bundesurlaubsgesetz erlaube keine Kürzung des Mindesturlaubs, auch nicht während der Kurzarbeit.

Das Thema ist wichtig. Allein im Januar waren rund 2,6 Millionen Menschen wegen der Coronakrise in Kurzarbeit. Klar ist der Fall in Unternehmen, in denen im Tarifvertrag festgezurrt ist, dass sich Urlaubsansprüche durch Kurzarbeit nicht vermindern dürfen.

Für Dich bedeutet das: Du solltest Dein Urlaubskonto überprüfen. Gilt für Dich ein entsprechender Tarifvertrag, darf Dein Arbeitgeber die Urlaubstage in aller Regel nicht verringern. Auch ohne Tarifvertrag musst Du es nicht einfach hinnehmen, wenn Dein Chef Urlaubstage kürzt. Insbesondere dann nicht, wenn Du während der Kurzarbeit noch immer einen Teil Deiner Arbeit geleistet hast.

Letztlich wird erst ein Urteil des Bundesarbeitsgerichts zu dieser Frage für Klarheit sorgen. Um Deine Ansprüche zu wahren, solltest Du Deinem Chef schreiben, dass Du mit der Kürzung nicht einverstanden bist.

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Die Finanztip Podcasts
Die Finanztip-Podcast

Corona-Podcast mit Hermann und Nina:

Auf Geldreise mit Anika und Anja:

Geld ganz einfach mit Saidi:

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Greensill-Pleite: Die Entschädigung läuft an

3. Greensill-Pleite: Die Entschädigung läuft an

Die Bremer Greensill Bank steckt jetzt offiziell im Insolvenzverfahren, die Aufsichtsbehörde Bafin hat am Dienstag den „Entschädigungsfall“ formal festgestellt. Das bedeutet: Die privaten Sparer bekommen demnächst ihr Geld und die bisher angefallenen Zinsen zurück. Laut Gesetz muss das binnen sieben Banktagen passieren. Schlecht sieht es dagegen für eine Reihe von Städten und Gemeinden aus, denn die sind nicht von der Einlagensicherung geschützt.

Wenn Du Geld bei der Greensill Bank angelegt hattest, musst Du jetzt noch nichts unternehmen. Die Einlagensicherungwird Dich in den nächsten Tagen anschreiben. Du musst also keinen Antrag stellen. Pro Person sind 100.000 Euro per Gesetz abgedeckt. Über die freiwillige Einlagensicherung der Privatbanken werden im Fall der Greensill Bank sogar knapp 75 Millionen Euro pro Sparer geschützt.

Aber auch die gesetzliche Einlagensicherung deckt in Ausnahmefällen eine höhere Summe ab: Falls Du mehr als 100.000 Euro bei Greensill angelegt hast, wird Dich die Einlagensicherung deshalb fragen, ob Du Anspruch auf eine höhere gesetzliche Entschädigung hast. Das könnte zum Beispiel der Fall sein, wenn Du kurz vor der Geldanlage eine selbstgenutzte Immobilie verkauft hast. Dabei geht es aber nur um die korrekte Zuordnung der Erstattungen zwischen den Entschädigungsfonds – in der Summe solltest Du in jedem Fall Deinen Sparbetrag herausbekommen.

Die Einlagensicherung bekommt Deine Kontaktdaten von der Greensill Bank. Sind die veraltet, teile der Bank jetzt Deine aktuelle Anschrift mit. Und sei unbesorgt: Dein Entschädigungsanspruch verjährt erst nach fünf Jahren.

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Ersparnisse weg: Wenn Corona Dich finanziell überfordert

4. Ersparnisse weg: Wenn Corona Dich finanziell überfordert

Die dritte Corona-Welle hat begonnen. Bereits die erste hat viele finanziell hart getroffen: Jeder achte Befragte erklärte im Oktober 2020, seine Ersparnisse bereits „weitgehend aufgebraucht“ zu haben. So das Ergebnis der Untersuchung „Private Überschuldung in Deutschland“ im Auftrag der Friedrich-Ebert-Stiftung. Jeder Dritte gab an, dass sich seine finanzielle Lage verschlechtert hat. Die Pandemie-Folgen belasten der Studie zufolge besonders Menschen mit niedrigen Einkommen, vor allem Solo-Selbständige, geringfügig Beschäftigte und Auszubildende. Und Frauen mehr als Männer.

Falls Du nicht mehr in der Lage bist, laufende Kosten zu decken oder schon Deine Ersparnisse aufbrauchst, gibt es staatliche Hilfen für Selbständige. Kommen diese nicht infrage, kannst Du Grundsicherung beantragen (umgangssprachlich Hartz IV). Dafür gilt derzeit noch ein vereinfachtes Verfahren, mit hohen Freibeträgen für Dein Vermögen und mit voller Kostenübernahme für Wohnen und Heizung. Die Regelung wurde vor einer Woche vom Bundestag bis Ende des Jahres verlängert.

Wenn das Deine Probleme nicht löst, solltest Du eine Schuldnerberatung in Anspruch nehmen. Das ist bei vielen Sozialverbänden wie Caritas oder Arbeiterwohlfahrt unverbindlich und kostenlos möglich. Der Service wird inzwischen häufiger auch für Selbständige angeboten.

Leider warten Betroffene oft viel zu lang, bis sie sich beraten lassen. Dabei sind die, die sich beraten lassen, der oben genannten Studie zufolge, ganz überwiegend zufrieden mit dieser Hilfe. Übrigens: Selbst wenn Du drückend überschuldet bist, gibt es die Möglichkeit, einen Antrag auf Privatinsolvenz zu stellen und innerhalb von drei Jahren schuldenfrei zu sein.

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Auch wichtig: Umfrage grüne Finanzen, mehr Sicherheit für Kreditkarten und Batteriespeicher

5. Auch wichtig: Umfrage grüne Finanzen, mehr Sicherheit für Kreditkarten und Batteriespeicher

+++ Nachhaltige Geldanlage liegt im Trend. Unsere Ratgeber und Podcasts zu grünen Finanzen sind beliebt und wir bekommen viele Fragen zum Thema. 2020 ging die Hälfte aller Gelder, die neu in Publikumsfonds angelegt wurden, in ein nachhaltiges Produkt. Oft gibt es allerdings unterschiedliche Vorstellungen, was genau ein nachhaltiges Finanzprodukt ausmachen sollte. Deshalb machen die gemeinnützigen Energieberater von co2online und die Deutsche Unternehmensinitiative Energieeffizienz in Kooperation mit Finanztip dazu eine bundesweite Umfrage. Und wir würden uns freuen, wenn Du Dich daran beteiligst. Die Ergebnisse sollen helfen, bessere grüne Finanzprodukte zu entwickeln. Selbstverständlich berichten wir darüber hier im Newsletter. +++

+++ Am Montag ist die Schonfrist beim Bezahlen mit Kreditkarteim Internet abgelaufen. Banken und Händler müssen die Identität der Käuferinnen und Käufer nun fast immer doppelt absichern – bis zum 15. März waren Zahlungen unter 150 Euro noch ausgenommen. In der Regel kommt dazu das sogenannte 3D-Secure-Verfahren zum Einsatz. Die Banken haben das unterschiedlich umgesetzt: Mal brauchst Du eine App auf Deinem Handy, manchmal funktioniert es per SMS. Falls Du mal keine Nachfrage kriegst, musst Du Dich nicht wundern: Zahlungen ohne großes Risiko können die Banken zum Beispiel ohne zweite Prüfung durchwinken. +++

+++ Baden-Württembergfördert wieder Batteriespeicher, wenn Du den Speicher zusammen mit einer Photovoltaikanlage anschaffst. Maximal zahlt das Bundesland 200 Euro pro Kilowattstunde Speicherkapazität. Legst Du Dir auch eine Wallbox für Dein Elektroauto oder eine Wärmepumpe zum Heizen zu, ist zusätzlich ein Bonus von 500 Euro drin. Die Antragsformulare sollen ab April bereitstehen. Den Antrag stellst Du, ehe Du einen Kaufvertrag unterschreibst. +++

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Video der Woche
Video der Woche

Die Börsenkurse sind so hoch wie nie zuvor – aber solltet Ihr jetzt einsteigen oder doch warten, bis die Kurse wieder niedriger sind? Das erklärt Euch Saidi in diesem Video.

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Punkt für Punkt: Reha oder Krankengeld abgelehnt? Wehr Dich gegen die Kran­ken­kas­se

Punkt für Punkt: Reha oder Krankengeld abgelehnt? Wehr Dich gegen die Kran­ken­kas­se

Deine Kran­ken­kas­se will Deine lang ersehnte Reha nicht zahlen oder stoppt das Krankengeld, weil sie Dich für arbeitsfähig hält. In solchen Momenten ist der Schock erstmal groß. Eine Finanztip-Analyse zeigt: Ob Dir das passiert, hängt auch davon ab, bei welcher Kran­ken­kas­se Du bist.

Leider legen die meisten Kassen nicht offen, wie sie arbeiten. Die AOK-Familie ist immerhin so transparent – und offenbart Unterschiede: So braucht die AOK Sachsen-Anhalt im Schnitt nur 10 Tage, um eine Mutter-Kind-Kur zu bearbeiten, die AOK Baden-Württemberg benötigt fünfmal so lange. Die AOK Hessen lehnt fast ein Drittel der Anträge und Rechnungen für eine Kur oder Reha ab. Die AOK Bremen tut das nur halb so oft.

Wichtig für Dich: Du musst eine Ablehnung nicht hinnehmen: Du kannst Widerspruch einlegen. Und Deine Chancen stehen dabei gut! Denn mehr als 40 Prozent der Widersprüche haben Erfolg. Das belegen Daten von 17 Kran­ken­kas­sen mit mehr als 32 Millionen Versicherten, die wir exklusiv ausgewertet haben.

Und so gehst Du vor:

 

1. Lege rechtzeitig Widerspruch ein

Für den Widerspruch reicht ein formloses Schreiben mit Aktenzeichen und Datum der Ablehnung. Als Grundlage kannst Du unser Muster verwenden. Wichtig ist, dass Dein unterschriebener Widerspruch rechtzeitig bei der Kran­ken­kas­se eingeht, nämlich spätestens einen Monat nach Eingang der Ablehnung. Am besten schickst Du ein Einschreiben, eine E-Mail reicht nicht aus.

 

2. Hol Dir Unterstützung

Begründe in Deinem Schreiben, warum Du die beantragte Leistung unbedingt brauchst und bitte Deinen Arzt um Unterstützung. Beruft sich die Kran­ken­kas­se auf ein Gutachten des Medizinischen Dienstes der Kran­ken­ver­si­che­rung (MDK), solltest Du dieses anfordern, bevor Du antwortest. Es lohnt sich, auf deren Argumente einzugehen.

Lass Dir von einer Beratungsstelle helfen: von der Unabhängigen Patientenberatung Deutschland (UPD), den Verbraucherzentralen oder einem Sozialverband – wie dem VdK oder dem SoVD.

 

 

3. Nimm den Widerspruch nicht vorschnell zurück

Lenkt die Versicherung nicht ein, geht Dein Fall an den Widerspruchsausschuss der Kran­ken­kas­se. Dort entscheiden Versicherten- und Arbeitgebervertreter. Lass Dich nicht von Deiner Kran­ken­kas­se verunsichern oder dazu drängen, den Widerspruch zurückzunehmen. Die Beratungsstelle UPD berichtet von Fällen, in denen das vorkommt.

 

4. Ziehe notfalls vors Sozialgericht

Wird Dein Widerspruch im Ausschuss endgültig abgelehnt, kannst Du binnen eines Monats Klage beim Sozialgericht einreichen. Das kostet keine Gerichtsgebühren. Es ist aber sinnvoll, Dich von einem Fachanwalt für Sozialrecht vertreten zu lassen. Dessen Honorar musst Du selbst zahlen, falls Du den Prozess verlierst und keine Rechts­schutz­ver­si­che­rung hast. In bestimmten Fällen kannst Du aber Prozesskostenhilfe bekommen.

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Zahl der Woche

… aller bearbeiteten Widersprüche gegen Kran­ken­kas­sen waren 2019 erfolgreich. Das ergab eine Stichprobe von 17 Kran­ken­kas­sen, die wir bei Finanztip durchgeführt haben.

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Dienstag, 23. März, Hermann-Josef Tenhagen, MDR um 4
Mittwoch, 24. März, Saidi Sulilatu, SWR aktuell
Freitag, 26. März, Hermann-Josef Tenhagen, radioeins
In den folgenden Tabellen haben wir für Euch unsere aktuellen Empfehlungen zusammengestellt. Diese enthalten Werbelinks, über die Du direkt zur Empfehlung gelangst – und für die Finanztip in manchen Fällen eine Vergütung erhält. Unsere Auswahl erfolgt rein redaktionell und zu 100 Prozent unabhängig.
Tagesgeld
Angebote mit Zinsgarantie (nur für neue Kunden)
Advanzia Bank
0,40 % p.a.
für 3 Monate, mind. 5.000 €
die besten regulären Angebote (für alle Kunden)
TF Bank
0,25 % p.a.
Advanzia Bank
0,25 % p.a.
(mind. 5.000 €)
0,21 % p.a.
Cosmosdirekt
0,21 % p.a.
(bis 25.000 €)
dauerhaft gute Angebote (seit mind. 12 Monaten gute Zinsen)
TF Bank
0,25 % p.a.
0,21 % p.a.
Leaseplan Bank
0,20 % p.a.
Festgeld
bis 12 Monate
0,55 % p.a.
Leaseplan Bank
0,55 % p.a.
0,45 % p.a.
bis 24 Monate
0,65 % p.a.
Leaseplan Bank
0,65 % p.a.
0,60 % p.a.
bis 36 Monate
Leaseplan Bank
0,75 % p.a.
0,65 % p.a.
Klarna über Weltsparen
0,64 % p.a.
Die wichtigsten Finanztip-Empfehlungen
Girokonto
Wertpapierdepot
Die besten Depots mit niedrigsten Gebühren
Scalable Capital* (Free Broker)
Günstige Depots mit einem breitem Leistungsspektrum
DKB
Baufinanzierungs-Vermittler
Planethome
Stromtarif-Wechsel
Gastarif-Wechsel
Handytarife
Prepaid-Tarife
Smart XS von Lidl Connect* (Vodafone-Netz)
Prepaid Basic von Ja! Mobil – Rewe (Telekom-Netz)
Allnet-Flat
Flat L von Allmobil* (Vodafone-Netz)
Prepaid Smart von Ja! Mobil – Rewe (Telekom-Netz)
Fluggastentschädigung
Rechtshelfer
SOS Flugverspätung
EUClaim
Claim Flights
Sofort-Entschädigung
EUFlight
Compensation2go
Riester-Fondssparplan
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Deka Zukunftsplan Classic
Uniprofirente Select (Fonds: Uniglobal II)
Makler BU-Versicherung
Buforum 24
Zeroprov
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