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Tagesgeld im Tiefflug: Was bringt das noch?

Tagesgeld im Tiefflug: Was bringt das noch?

Wozu das Tagesgeld noch gut ist

Ist das Komma verrutscht? Gab es 2011 noch fast 3 Prozent Zinsen pro Jahr auf Tagesgeld, muss man heute schon über 0,3 Prozent froh sein. Etliche Banken verzinsen das flexible Konto überhaupt nicht mehr. Und auch die größte deutsche Direktbank ING, die das Tagesgeld einst so populär machte, zahlt nur noch 0,001 Prozent pro Jahr – also nicht mehr als einen einzigen Euro Zinsen auf 10.000 Euro Sparsumme.

Was bringt das Tagesgeldkonto dann eigentlich noch?

 

Die Inflation nicht vergessen

2011 gab es allerdings nicht nur 3 Prozent Zinsen, es gab auch eine Inflation von über 2 Prozent. Dass man mit dem risikoarmen Tagesgeldkonto (oder früher mit dem Sparbuch) mühelos reich werden konnte, war schon damals eher Wunschvorstellung als Realität. Die höheren Zinsen sahen schöner aus als sie nach Abzug der Inflation waren.

In der aktuellen Coronakrise sagen die Zentralbanken weiterhin eine extrem niedrige Inflation voraus. Die EZB wird die Leitzinsen kaum anheben, was den Zinssatz auf Deinem Konto im Null-Komma-Bereich verharren lässt. Als Sparer hast Du also nur die Wahl, ob Du für Deine 10.000 Euro 30 Euro Jahreszins bekommen willst (Leaseplan Bank), 25 Euro (Opel Bank) – oder eben einen Euro bei der ING. Große Sprünge sind nicht drin.

Serie Geldanlage

Hiermit starten wir unsere Serie zur Geldanlage. In den kommenden Newsletter-Ausgaben schreiben wir über Anlegen in Aktien, ökologische Investments, die schlimmsten Anlegerfehler, sowie Staatsanleihen und Gold. Woche für Woche in Deinem Postfach.

Stabilitätsanker statt Renditekracher

Dass es keine fetten Zinsen gibt, ist aber nicht schlimm. Im Mix Deiner Geldanlage ist Tagesgeld der solide Grundbaustein. Jederzeit verlässlich parat, kein Kursrisiko wie an der Börse, aber eben auch keine Renditechance. Dem Torwart eines Fußballteams würde ja auch niemand vorwerfen, dass er selbst keine Tore schießt. Das wiederum wäre die Aufgabe der Stürmer (also bei uns: der ETFs. Auf die kommen wir in einer späteren Folge zu sprechen).

Für den Moment nur dieser Gedanke: Wenn die Weltbörsen in einer Extremsituation um 40 Prozent einbrechen, zerrt das an den Nerven und an Deinem Depotstand. Hast Du aber nicht Dein ganzes Erspartes in Aktienfonds gesteckt, sondern – sagen wir – halbehalbe mit Tagesgeld gemacht, sinkt das Minus in Deiner gesamten Anlage auf 20 Prozent. Du kannst entspannter abwarten, bis sich die Börsen erholen.

 

Es geht ums Sparen an sich

Und es geht ja nicht nur um Rendite. Du wirst staunen, wie beruhigend es ist, wenn Du jeden Monat einen festen Betrag von Deinem Girokonto aufs Tagesgeld abzweigst. 100 Euro nicht auszugeben, bringt mehr als jeder Zins!

Wenn Du noch kein Tagesgeldkonto hast, schau Dir auf jeden Fall unsere Empfehlungen an. Die findest Du auf unserer Website oder am Ende jedes Newsletters in den Empfehlungstabellen. Und die sind garantiert ohne Minuszins. Für längere Zeiträume ist Festgeld unser Tipp.

Oft fragen uns Leserinnen und Leser: Wie sicher ist das Geld auf meiner Bank? Dazu mehr in der Fortsetzung dieses Textes auf Finanztip News.

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Die Finanztip-Podcasts

Corona-Podcast mit Hermann:

  • Weniger AusgabenSo viel solltest Du sparen
  • Geld zurückBist Du kaum Auto gefahren?
  • Auf Geldreise mit Anika und Anja:

  • MietpreisbremseUns zockt niemand ab!
  • Weniger LohnWir Frauen verdienen mehr
  • Geld ganz einfach – mit Saidi:

  • Aktien morgens im BadETFs sind keine Zockerei
  • Geldanlage selber machenTagesgeld, Festgeld, ETFs
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    Schnäppchen der Woche

    Angebote, Rabatte & Deals: Was unsere Redaktion für Dich entdeckt hat.

    Unbegrenzt surfen für 30 €

    Gute Internet-Flatrates auf dem Handy sind rar: Entweder werden die Tarife nach ein paar Gigabyte Surfspaß stark gedrosselt oder sie sind sehr teuer. Eine bezahlbare Alternative, wenn Du sehr viel mit dem Handy surfst, heißt Freenet Funk. Für knapp 1 Euro am Tag oder rund 30 Euro im Monat kannst Du unbegrenzt mit Maximaltempo surfen (LTE mit bis zu 225 Mbit/s).

    Wenn Du nicht ständig volle Leistung brauchst, kannst Du auf 1 GB am Tag reduzieren – das kostet dann 69 Cent. 30 Tage im Jahr darfst Du kostenlos pausieren.

    Ausdrücklich erlaubt ist es, das Datenvolumen über einen persönlichen Hotspot am PC, Laptop oder iPad zu nutzen. Damit kommt der Tarif auch infrage, falls Du an Deinem Wohnort nur langsames DSL hast. Achtung: Freenet Funk nutzt das Handynetz von O2. Überprüfe unbedingt, ob es an Deinem Wohnort stark genug ist. Der Schnäppchen-Link führt auf den App-Store, funktioniert also nur auf einem Mobilgerät.

    Shopping-Events: Mode und Amazon

    Noch bis Sonntag läuft die Glamour Shopping Week, eine Schnäppchen-Aktion von zahlreichen Händlern für Mode, Kosmetik und Sport. Hier eine Übersicht über die teilnehmenden Läden. Du benötigst dafür die kostenpflichtige App – schau also vorher auf die Angebote, ob sich das für Dich lohnt.

    Außerdem findet am 13. und 14. Oktober der sogenannte Prime Day von Amazon statt. Voraussetzung ist die kostenpflichtige Prime-Mitgliedschaft. Bekannt ist der Prime Day für seine Elektronik-Schnäppchen – es lohnt sich erfahrungsgemäß, ein Auge auf Produkte zu haben, die man sowieso kaufen will. Dennoch solltest Du die Angebote immer mit einer Vergleichsseite wie Idealo, billiger.de oder Geizhals überprüfen.

    6-mal „Die Zeit“ für 6 €

    Für 1 Euro pro Ausgabe statt 5,10 Euro kannst Du derzeit „Die Zeit“ lesen. Die überregionale Wochenzeitung gibt es zu dem Preis von zeitschriftendeals.de. Das Probeabo läuft automatisch aus.

     
    Corona: Herbsturlaub in Gefahr

    1. Corona: Herbsturlaub in Gefahr

    Leider musst Du bei Deinem Herbsturlaub inzwischen selbst in Deutschland mit Einschränkungen rechnen. Denn auch hierzulande gibt es immer mehr Landkreise und Städte, die als Corona-Risikogebiete gelten.

     

    Wann wird Deine Gemeinde zum Risikogebiet?

    Als Corona-Hotspot oder auch Risikogebiet gelten Regionen, sobald diese innerhalb von sieben Tagen die Grenze von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner überschreiten. Derzeit betroffen sind die Städte Berlin, Frankfurt, Offenbach, Bremen, Herne, Hamm, Remscheid und Rosenheim sowie die Landkreise Vechta, Cloppenburg, Wesermarsch und Esslingen. Den aktuellen Stand findest Du täglich im RKI-Lagebericht oder ganz aktuell auf dieser Karte.

     

    Welche Einreisebeschränkungen gelten für Risikogebiete?

    Bund und Länder haben sich am Mittwoch für ein Beherbergungsverbot für Reisende aus einem inländischen Risikogebiet ausgesprochen. Touristische Übernachtungen sind nur möglich, wenn Du einen höchstens 48 Stunden alten negativen Corona-Test vorweisen kannst. Einige Länder weichen aber bislang von dem Beschluss ab: Bremen, Berlin und Thüringen wollen ankommende Touristen nicht einschränken.

    Wenn es Beschränkungen gibt, wie in Schleswig-Holstein oder in Brandenburg, gelten diese in der Regel nicht für Pendler und Familienbesuche. In einigen Bundesländern wie Mecklenburg-Vorpommern müssen sonstige Reisende aus Risikogebieten nach wie vor in Quarantäne. Dies lässt sich erst durch einen zweiten negativen Test vor Ort verkürzen.

    Die Lage verändert sich allerdings derzeit täglich: Informiere Dich am besten vor Abreise auf den Seiten des Bundeslandes, in das Du reisen willst. Oder schau auf den Tourismus-Wegweiser des Bundes.

    Weitere Ratgeber zur Corona-Krise:
    Autoversicherung
    Wenig gefahren? Geld zurück!
    KinderbetreuungWas tun, wenn Kita und Schule dicht sind?
    MaskenpflichtSo geht‘s
    ArbeitsrechtWas im Job jetzt wichtig ist
    SelbständigWie Du die Krise überbrückst

    Wann bekommst Du Dein Geld zurück?

    Falls Du als Tourist aus einem Risikogebiet wegen eines Beherbergungsverbots nicht übernachten darfst, muss der Betreiber Deiner Unterkunft im Prinzip den Reisevertrag stornieren und Dir Dein Geld erstatten. Unklar ist aber noch, ob er darauf verweisen kann, dass Du Dich ja auch testen lassen könntest.

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    Auf den Hund gekommen: Darauf musst Du achten

    2. Auf den Hund gekommen: Darauf musst Du achten

    Seit Corona müssen wir viel mehr Zeit zu Hause verbringen. Kein Wunder also, dass die Nachfrage nach Haustieren steigt. So eine Fellnase ist ein treuer Gefährte und lockert Deinen Homeoffice- oder Homeschooling-Tag auf. Guter Nebeneffekt: Die Tierheime sind so leer wie nie. Das Haustierregister Tasso vermeldete allein im Juni einen Anstieg registrierter Hunde um ein Viertel im Vergleich zum Vorjahr.

    Als Hundebesitzer bist Du nicht nur Deinem Hund verpflichtet, sondern auch der Allgemeinheit: Du musst für jeden Schaden geradestehen, den Dein Hund anrichtet – und das kann richtig teuer werden. Deswegen solltest Du über eine Hundehaftpflichtversicherung nachdenken. In einigen Bundesländern wie Berlin oder Niedersachsen ist die sogar Pflicht. In den meisten anderen Bundesländern zumindest für bestimmte Hunderassen, etwa in Hessen und Sachsen.

    Die meisten Bundesländer verlangen, dass die Hundehaftpflicht Personenschäden bis mindestens 500.000 Euro abdeckt, einige verlangen sogar 1 Million Euro. Wir halten aber beide Summen für zu niedrig. Wir empfehlen einen Tarif, der Personen-, Sach- und Vermögensschäden bis mindestens 5 Millionen Euro abdeckt. Und auch an mögliche Schäden in Deiner Mietwohnung solltest Du denken. Die sollten mindestens bis 300.000 Euro versichert sein.

    Achte außerdem auf Absicherung im Ausland, vor allem bei Reisen außerhalb der EU. Falls nötig, sollten auch Deckschäden versichert sind. Um den passenden Tarif zu finden, empfehlen wir Dir einen Vergleich der Angebote im Internet, zum Beispiel auf finanzen.de.

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    Video der Woche
    Video der Woche

    Eine Immobilie ohne Eigenkapital finanzieren?In diesem Video rechnet Saidi rechnet vor, wann das möglich ist.

    Weitere Videos von Saidi:

    Immobilie durchgerechnetWann bist Du schuldenfrei?

    Geld anlegenMit welchen Gebühren muss ich rechnen?

    Investieren in RatenLohnt sich das?

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    Eigentumswohnung: Künftig wird Sanieren einfacher

    3. Eigentumswohnung: Künftig wird Sanieren einfacher

    Falls Du eine Eigentumswohnung besitzt, wird sich künftig sehr viel für Dich ändern. Heute winkte der Bundesrat die im September vom Bundestag beschlossene Reform des Wohneigentumsgesetzes durch. Das Gesetz tritt wohl im Dezember in Kraft. Damit wird es deutlich einfacher, Häuser zu sanieren, die in Eigentumswohnungen unterteilt sind.

    Bislang ist für viele Baumaßnahmen die Zustimmung aller Wohnungseigentümer nötig – oder zumindest eine Dreiviertelmehrheit. Manchmal gibt es den einen Sturkopf, der einfach nicht mitspielt und wünschenswerte Verbesserungen blockiert. Oder ein Nachbarschaftsstreit überlagert die Entscheidung.

    Künftig genügt für eine Baumaßnahme grundsätzlich die Mehrheit der Eigentümer. Wer zustimmt, muss bezahlen, wer ablehnt nicht. Sobald jedoch zwei Drittel der Eigentümer zustimmen (und diese mehr als die Hälfte des Hauses besitzen), müssen alle zahlen. Es müssen ebenfalls alle zahlen, wenn es sich um eine Investition handelt – etwa in Wärmedämmung –, die sich nach einer gewissen Zeit amortisiert. Als Faustregel gelten zehn Jahre.

    Der Nachteil: Kleine Eigentümer könnten schnell finanziell überfordert sein, wenn die Mehrheit etwa neue Balkone will. „Unverhältnismäßige Kosten“ sind deshalb von der Bezahlpflicht ausgenommen, aber leider nicht näher definiert.

    Umgekehrt kannst Du künftig Deine Wohnung in bestimmten Fällen auf eigene Faust verbessern, solange Du selbst zahlst: Das gilt für Einbruchsschutz, Glasfaseranschluss, Ladestationen fürs E-Auto in der Tiefgarage und für barrierefreien Zugang.

    Ausführlich beschrieben findest Du die Reform in der Gesetzes-Drucksache ab Seite 26 (hier als PDF).

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    Autoversicherung: Beamte fahren günstiger

    4. Autoversicherung: Beamte fahren günstiger

    Beamte gelten als vorsichtig und sicherheitsorientiert. Dann sollte die Kfz-Versicherung sie doch als Kunden lieben, oder? Wir haben untersucht, ob Beamte wirklich günstiger fahren. Die Antwort ist so einfach wie komplex: Ja – aber nur, wenn Du als Beamter beim Vergleich alles richtig machst.

    In einer Finanztip-Kurzstudie haben wir in der Autoversicherung im Schnitt 3 Prozent Rabatt für Angestellte des öffentlichen Dienstes gegenüber dem Normaltarif ausgemacht. Und satte 6 Prozent Rabatt für Beamte.

    Aber: Wichtiger als auf den Rabatt zu schielen ist es, richtig zu vergleichen. Das gilt auch für Beamte! Denn zwischen dem günstigsten und dem teuersten Tarif können leicht Hunderte Euro liegen – diesen Unterschied macht eine Ermäßigung von 6 Prozent nicht wett. Es gibt außerdem günstige Versicherer, die gar keine Rabatte an Beamte verteilen.

    Wie kommst Du als Beamter also zum günstigsten Kfz-Versicherungstarif? Genauso wie als Nichtbeamter: Mach den doppelten Vergleich! Berechne zunächst die günstigste Kfz-Versicherung auf Verivox oder Check24*. Und lass Dir dann ein Angebot von der Huk24* machen. Ausführlicher steht’s im Ratgeber Kfz-Versicherung.

    Übrigens stimmt das Vorurteil. Hinter den Rabatten für Beamte stehen nackte Zahlen: Staatsdiener verursachen laut Unfall-Statistik weniger Schäden. Aus ähnlichem Grund zahlen Erfahrene deutlich weniger als Fahranfänger. Und Vielfahrer mehr als Wenigfahrer.

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    Auch wichtig: Billiges Heizöl, Consorsbank, Minijob-Arbeitgeber

    5. Auch wichtig: Billiges Heizöl, Consorsbank, Minijob-Arbeitgeber

    +++ Heizöl ist geradeso günstig wie zuletzt 2016 – und vielleicht wirst Du es nach dem Jahreswechsel nie mehr so günstig kaufen können. Denn egal wie sich die internationalen Rohölpreise verändern, eins ist sicher: ab Januar nimmt der Staat wieder 19 Prozent Mehrwertsteuer und schlägt zusätzlich den CO2-Preis auf den Brennstoff. Kostet ein Liter Heizöl gerade rund 40 Cent (bei 3.000 Litern Gesamtabnahme), zahlst Du ab Neujahr 49 Cent – falls der Rohölpreis auf demselben Niveau ist wie aktuell. Wenn Du jetzt bestellst, achte auf eine kurze Lieferzeit. Denn bei der Erhebung beider Steuern zählt der Zeitpunkt, an dem das Heizöl im Tank landet. +++

     

    +++ Wenn Du als Consorsbank-Kunde außerhalb der Euro-Länder unterwegs bist, musst Du ab dem 5. Dezember mehr bezahlen. Die Bank erhöht die Fremdwährungsgebühren von 1,75 Prozent auf 2,1 Prozent – egal ob Du die Visa- oder die Girocard nimmst, ob Du abhebst oder damit zahlst. Wir empfehlen das Angebot bisher vor allem für Kunden, die das zeitnahe Abbuchen vom Konto schätzen. In den nächsten Monaten werden wir wieder die Kreditkarten-Angebote untersuchen. +++

     

    +++ Ab Oktober müssen auch kleine Arbeitgeber, die Minijobber beschäftigen, höhere Umlagen zahlen. Die Umlage 1 erhöht sich auf 1 Prozent, die Umlage 2 auf 0,39 Prozent des Arbeitslohns. Betroffen sind zum Beispiel private Arbeitgeber, die Putzhilfen oder Pflegekräfte im eigenen Haushalt als Minijobber beschäftigen. Bei den Umlagen handelt es sich um Versicherungsbeträge für den Arbeitgeber, damit er im Falle von Krankheit (Umlage 1) oder Mutterschutz (Umlage 2) der Minijobberin den Großteil des Krankengelds erstattet bekommt. Falls Du Deine Haushaltshilfe über das Haushaltsscheckverfahren angemeldet hast, musst Du nichts tun. Zahlst Du per Dauerauftrag an die Minijob-Zentrale müsstest Du den nun ändern. +++

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    Steuerbescheid prüfen! So legst Du bei Fehlern Einspruch ein

    Steuerbescheid prüfen! So legst Du bei Fehlern Einspruch ein

    Hast Du Deinen Steuerbescheid für die Steuererklärung 2019 bereits erhalten? Dann schau mal nach, ob das Finanzamt einen Fehler gemacht hat. Falls ja, solltest Du Einspruch einlegen. Das kostet nichts – und hat gute Aussichten. Denn zwei Drittel aller Einsprüche sind erfolgreich.

     

    1. So prüfst Du Deinen Steuerbescheid

    Wir empfehlen Dir, Deine Steuererklärung mithilfe eines Steuerprogramms mit der Funktion Bescheidprüfung zu erstellen. Damit kannst Du einfach Abweichungen erkennen. Oft erkennt das Finanzamt zum Beispiel nur einen Teil Deiner Werbungskosten an, etwa bei doppelter Haushaltsführung. Oder streicht sie ganz, oft beim Arbeitszimmer. Das Finanzamt muss solche Abweichungen im Erläuterungsteil des Bescheids erwähnen.

     

    2. Leg innerhalb eines Monats Einspruch ein

    Das Finanzamt hat den pauschalen Gesundheitsbonus Deiner Krankenkasse trotz des Urteils des Bundesfinanzhofs vom Mai (Az. X R 16/18) bei Deinen Sonderausgaben abgezogen? Dann ist das eventuell nicht rechtens. Das ist einer von vielen möglichen Gründen, weshalb Du mit einem schriftlichen Einspruch innerhalb eines Monats von einem steuerzahlerfreundlichen Urteil profitieren kannst. Denn die Finanzämter lassen sich viel Zeit, solche Urteil von sich aus umzusetzen. Manchmal tun sie es auch einfach nicht. Deshalb solltest Du selbst den Finanzbeamten auf neuere Urteile hinweisen. Wie Du gezielt solche Verfahren findest, steht im Ratgeber.

     

    3. Manchmal hast Du länger Zeit

    Manche Finanzämter machen nicht nur Fehler beim Berechnen der Steuer, sondern auch in der Rechtsbehelfsbelehrung am Ende des Bescheids. Fehlt da nämlich der Hinweis, dass Du einen Einspruch auch elektronisch einlegen kannst, hast Du statt nur einem Monat sogar ein ganzes Jahr Zeit für Deinen Einspruch. Das kannst Du nutzen, um von neuen Urteilen zu profieren oder vergessene Ausgaben nachzureichen. Prüfe daher, ob Dein Finanzamt so schusselig war, den Hinweis auf den elektronischen Einspruch zu vergessen.

     

    4. Ein Einspruch hat keine aufschiebende Wirkung

    Achtung: Trotz Deines Einspruchs musst Du die angefochtene Steuerrechnung pünktlich bezahlen. Du kriegst das Geld später zurück, sofern Dein Einspruch Erfolg hat. Willst Du erstmal nicht zahlen, musst Du einen Antrag auf „Aussetzung der Vollziehung“ (AdV) stellen.

     

    5. Ein Einspruch kann sich rächen – aber es gibt Alternativen

    Ein Einspruch kann auch nach hinten losgehen. Finanzbeamte schauen sich womöglich Deinen kompletten Steuerfall nochmal an und finden vielleicht Dinge, die bisher nicht aufgefallen waren. Sie dürfen dann sogar mehr Steuern verlangen. Das nennt sich „Verböserung“. Immerhin: Das Finanzamt muss Dich auf so einen Fall hinweisen. Du kannst dann Deinen Einspruch zurückziehen und stattdessen eine „schlichte Änderung“ beantragen. Dann prüft das Amt nur den einen Punkt im Bescheid, den Du bemängelst.

    Manchmal ist es besser, gleich von Anfang an auf eine schlichte Änderung zu setzen: Wenn es nur um Kleinigkeiten geht, etwa eine vergessene Handwerkerrechnung nachzumelden.

     

    6. Amtsirrtum zu Deinen Gunsten

    Im Steuerbescheid steht auch, ob er „unter Vorbehalt“ steht oder teilweise vorläufig ist. Das heißt, in manchen Fällen kann das Finanzamt einen Bescheid von sich aus ändern. Hast Du alles richtig und vollständig erklärt und das Finanzamt irrt sich zu Deinen Gunsten, dann bleibt das so. Das Amt darf sich nicht ein Jahr später melden und einfach Steuern nachfordern. So konnte sich ein Selbständiger über ein Urteil des Bundesfinanzhofs vom 14. Januar 2020 freuen (Az. VIII R 4/17). Das Finanzamt vergaß, seine Anlage S einzuscannen – und so musste er auf Einkünfte von 129.000 Euro keinen Cent Steuern zahlen!

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    Zahl der Woche
    ... so viel kostete Heizöl diese Woche. So günstig war es seit 2016 nicht mehr.
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    Ratgeber-Empfehlungen der Leser
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    Finanztip in den Medien
    Dienstag, 6. Oktober, Hermann-Josef Tenhagen, MDR um 4
    Mittwoch, 7. Oktober, Saidi Sulilatu, SWR Aktuell Radio
    Freitag, 9. Oktober, Hermann-Josef Tenhagen, Radioeins
    In den folgenden Tabellen haben wir für Euch unsere aktuellen Empfehlungen zusammengestellt. Diese enthalten Werbelinks, über die Du direkt zur Empfehlung gelangst – und für die Finanztip in manchen Fällen eine Vergütung erhält. Unsere Auswahl erfolgt rein redaktionell und zu 100 Prozent unabhängig.
    Tagesgeld
    Angebote mit Zinsgarantie (nur für neue Kunden)
    0,55 % p.a.
    für 6 Monate
    0,40 % p.a.
    für 3 Monate, mind. 5.000 Euro
    die besten regulären Angebote (für alle Kunden)
    Leaseplan Bank
    0,30 % p.a.
    TF Bank
    0,30 % p.a.
    Opel Bank
    0,25 % p.a.
    PSA Direktbank
    0,25 % p.a.
    dauerhaft gute Angebote (seit mind. 12 Monaten gute Zinsen)
    Leaseplan Bank
    0,30 % p.a.
    TF Bank
    0,30 % p.a.
    0,20 % p.a.
    Festgeld
    bis 12 Monate
    0,60 % p.a.
    0,60 % p.a.
    0,55 % p.a.
    0,55 % p.a.
    (ab 20.000 Euro)
    Leaseplan Bank
    0,55 % p.a.
    Varengold
    0,51 % p.a.
    bis 24 Monate
    Varengold Bank
    0,80 % p.a.
    0,75 % p.a.
    0,75 % p.a.
    0,70 % p.a.
    bis 36 Monate
    Varengold Bank
    0,85 % p.a.
    0,85 % p.a.
    0,85 % p.a.
    0,75% p.a.
    Die Grenke AG als Mutter der Grenke Bank ist aktuell mit Anschuldigungen eines Investors konfrontiert. Die Bafin untersucht das Thema. Die Auswirkungen auf die Bank derzeit unklar. Spareinlagen sind gemäß der gesetzlichen Einlagensicherung geschützt.
    Die wichtigsten Finanztip-Empfehlungen
    Girokonto
    Consorsbank
    Wertpapierdepot
    Die besten Depots bei Onlinebanken
    Comdirect
    Die günstigsten Depots
    Onvista Bank
    Baufinanzierungs-Vermittler
    Planethome
    Stromtarif-Wechsel
    Gastarif-Wechsel
    Handytarife
    Prepaid-Tarife
    Lidl Connect Smart XS* (Vodafone-Netz)
    Prepaid Basic von ja! Mobil – Rewe* (Telekom-Netz)
    Allnet-Flat
    Lidl Connect Smart S* (Vodafone-Netz)
    Smart S von Norma Connect*(Telekom-Netz)
    Fluggastentschädigung
    Rechtshelfer
    flug-verspaetet.de
    SOS Flugverspätung
    EUClaim
    Claim Flights
    Sofort-Entschädigung
    EUFlight
    Compensation2go
    Riester-Fondssparplan
    DWS Toprente (mit Rabatt)
    Deka Zukunftsplan Classic
    Uniprofirente Select (Fonds: Uniglobal II)
    Makler BU-Versicherung
    Buforum 24
    Zeroprov
    Dr. Schlemann unabhängige Finanzberatung
    Lebensversicherung
    beleihen
    verkaufen

     

    FINANZTIP
     

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