Arbeitslosengeld unter erleichterten Voraussetzungen

Das sollten Sie wissen

  • Die sogenannte 58-er-Regelung ist zum 1. Januar 2008 ausgelaufen.
  • Arbeitslose, die zu diesem Zeitpunkt das 58. Lebensjahr vollendet hatten, konnten Arbeitslosengeld unter erleichterten Bedingungen beziehen.
  • Sie mussten nicht für die Vermittlung durch die Arbeitsagenturen zur Verfügung stehen und konnten länger abwesend sein, ohne Ihre Ansprüche zu verlieren.
  • Wer die Regelung in Anspruch genommen hat, musste möglichst frühzeitig einen Rentenantrag stellen.
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Arbeitslose, die am 31. Dezember 2007 ihr 58. Lebensjahr vollendet hatten, konnten von der sogenannten 58-er-Regelung profitieren. Sie ist theoretisch noch in Kraft – tatsächlich betrifft sie fast ausschließlich Altfälle. Neue Berechtigte dürften sich kaum noch finden.

So funktioniert die 58-er-Regelung

Die Regelung basiert auf den Vorschriften des § 428 SGB III für den erleichterten Bezug von Arbeitslosengeld. Diese Vorteile bot die Vorschrift für die Betroffenen:

  • Sie mussten nicht für Vermittlungsversuche der Arbeitsagentur zur Verfügung stehen, ohne ihren Anspruch auf Arbeitslosengeld I oder II zu verlieren.
  • Sie mussten sich nicht wie alle übrigen Arbeitslosen alle Vierteljahr bei der Arbeitsagentur melden.
  • Sie mussten zum frühestmöglichen Zeitpunkt einen Antrag auf Altersrente ohne Minderung stellen.
  • Sie mussten keine Job- oder Fortbildungsangebote mehr annehmen.
  • Sie konnten bis zu 17 Wochen im Jahr von Zuhause abwesend sein – auch im Ausland.

Die Arbeitsagenturen waren durch das Sozialgesetzbuch dazu verpflichtet, einen Erwerbslosen, der die Voraussetzungen erfüllte, auf die Möglichkeiten der 58-er-Regelung hinzuweisen. Vorteil für die Arbeitsverwaltung: Wer die Vorteile in Anspruch nahm, zählte nicht mehr als arbeitslos und fiel damit aus der Statistik heraus. Zudem sparte sich die Arbeitsagentur die oft mühsame Suche nach einem Arbeitsplatz für einen älteren Arbeitnehmer.

Die Nutznießer mussten sich nicht mehr regelmäßig bei der Arbeitsagentur melden und den oft fruchtlosen Versuchen nachgehen, einen neuen Job zu finden. Die Abschläge, die die Betroffenen bei ihrer Altersrente hinnehmen mussten, fielen dagegen meist kaum ins Gewicht. Letztlich bot die 58-er-Regelung den älteren Arbeitslosen sogar eine gewisse Flexibilität: Sie konnten drei Monate lang ihren Antrag auf den erleichterten Bezug von Arbeitslosengeld zurückziehen, ohne dass damit Nachteile verbunden waren.

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von Finanztip,
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Finanztip-Chefredakteur
Hermann-Josef Tenhagen

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Artikel verfasst von

Dr. Britta Beate Schön

Finanztip-Expertin für Recht

Britta Beate Schön ist bei Finanztip für sämtliche Rechtsthemen zuständig. Die promovierte Juristin und Rechtsanwältin war als Leiterin der Rechtsabteilung bei Finanzdienstleistern wie der Telis Finanz AG und der Interhyp tätig. Vorher lehrte und forschte sie in Japan als DAAD-Junior-Professorin für deutsches und Europarecht. Ihr Studium absolvierte sie in Münster, Genf, Regensburg und Leipzig. Die Autorin erreichen Sie unter britta.schoen@finanztip.de.